Wettbewerb – Hotel Postareal Mannheim

Auslober: GBI AG in Zusammenarbeit mit Stadt Mannheim
BGF: 8600m²
Hotel 3***: 155 Zimmer
Longstay Hotel: 105 Zimmer
Leistungsbild: Wettbewerb

Arge: par terre Architekten / hübner + erhard und partner

Lage und Städtebau

Die beiden Hotels werden in einem längsgerichteten Baukörper parallel zur Bahnlinie in den baumbestandenen Grünraum zwischen Reichskanzler – Müller – Straße und Bahn platziert. Ein vertikal akzentuierender Baukörper ergänzt, unmittelbar an den Gleisen positioniert als möglicher 2 Bauabschnitt das Ensemble und ermöglicht in attraktiver Fernblicklage einen ergänzenden, eigenständigen Nutzungsschwerpunkt. Als Fortsetzung reiht sich der Ergänzungsbaustein in die Abfolge von vertikalen Akzenten in die Linie von Hochpunkten beidseits der Bahn ein. Baumpflanzungen und Geländemodulationen verweben Objekt und Freiraum, Außenterrassen binden als Freiraumangebot den Grünraum in den Hotelbetrieb ein.

Organisation

Zueinander versetzt bilden die Zimmerflügel der beiden Hotels den zur Bahn hin längsgerichteten 6 – 7 geschossige Baukörper und bestimmen Volumen und Gliederung des fernwirksamen Objektes. Sondernutzungen der beiden Hotels werden im transparenten Sockel des Gebäudes zusammengefasst.
Als Abfolge unterschiedlicher Schwerpunkte wie Restaurant _Konferenz _ Frühstück und Lobby, werden fließende, schaltbare Flächenangebote mit angelagerter Infrastruktur angeboten. Sie bilden das öffentliche Leben des Hotels ab und formulieren eine attraktive, lebendige Fußgängerperspektive . Der Zugang zu den Hotels erfolgt über einen gemeinsamen, zur Kopernikusstraße orientierten Vorplatz mit Vorfahrt auf den Foyerflächen und Zugangsbereiche der beiden Hotels orientiert sind. Die Zufahrt zur TG ist in den Platzraum als Pflanzobjekt eingebunden. Die Anlieferung erfolgt im Regelfall über die direkte Zufahrt durch Lieferfahrzeuge in der TG, für größere Fahrzeug wird im rückwärtigen Teil des Grundstücks ein Wirtschaftshof mit Einlademöglichkeit in die Bereitstell – und Lagerflächen im UG vorgesehen.
Eine interne Verteilung erfolgt über die TG Ebene. Zusätzliche Serviceaufzüge mit direkter Zuordnung von Lager und Serviceflächen im UG erschließen die Zimmergeschosse unabhängig vom Gästebetrieb.
Barrierefrei Zimmer sind in die Abfolge der Gästezimmer eingebunden.

Gestalt

Gestaltprägend für den Baukörper sind die durch die Reihung der Gästezimmer bestimmten Wandflächen. Die Ausführung dieser Außenwände wird als Sichtbetonrelief umgesetzt. Geschosshohe, kerngedämmte Vollfertigteile mit Tragschale, Dämmung und Sichtschale aus hellem, gestrahltem Beton werden verbaut. Fensterlage und Orientierung des Reliefs erzeugen trotz Elementierung und Wiederholung gleicher Formate ein differenziertes, strukturiertes Fassadenbild. Auf den zweiten Blick erkennbar werden beide Hotels im Detail, Farbwerten und Struktur der Fensterlage differenziert.

Konstruktion – Materialität

Für das Haus wird eine einfache Massivbaukonstruktion aus Stützenraster, tragenden Aussenwänden und aussteifenden Kernwänden in Kombination mit Flachdecken in wirtschaftlichen Spannweiten als einfaches, flexibles Tragsystem vorgeschlagen. Das Gebäude wird insgesamt ohne Trennfuge monolithisch ausgeführt.
Unterzugslos für alle Geschossdecken bemessen sind bei wirtschaftlichen Geschosshöhen einfache Installationswege gewährleistet. Mit einem hohen Anteil an Fertig – und Halbfertigteilen für Decken und Aussenwandflächen ist diese Bauweise wirtschaftlich und termintreu umsetzbar.
Aus der Einspannung der Decken in den tragenden Aussenwandelementen ergeben sich günstige Bemessungsbedingungen.
Durch einen hohen Anteil an oberflächenfertigen Rohbauteilen, in Kombination mit flexiblen Ausbauelementen entsteht ein robustes, anpassungsfähiges Gebäude mit wertiger Ausstrahlung. Werksteinbeläge in Zugangs-, Erschließungs- und Saalbereichen, lasierte Wand – und Deckenflächen, Akustiksegel aus Holz und Holz-Aluminiumfassaden bilden den soliden, behaglichen und zeitlosen Materialkanon für einen langlebigen, dauerhaften Betrieb.

Ideenteil: Mietflächenturm, ergänzender Baustein des Ensembles

Ein vertikal akzentuierender Baukörper ergänzt, unmittelbar an den Gleisen positioniert als möglicher 2 Bauabschnitt das Ensemble und ermöglicht in attraktiver Fernblicklage einen ergänzenden aber eigenständigen Nutzungsschwerpunkt. Ein Mietflächenturm mit Serviceangeboten z.B. als Boarding House für Büro und Meeting, als Appartmenthouse (…), die Bahnhofnähe nutzend als Ergänzung des Hotelstandortes. Mit einfacher, flexibler Grundstruktur sind unterschiedliche Flächenzuschnitte und Nutzungsmuster in verkehrsgünstiger gut auffindbarer Lage zu realisieren.
Der Turm versteht sich als Fortsetzung und reiht sich als Ergänzungsbaustein in die Abfolge von geplanten und bereits realisierten, vertikalen Akzenten, in die Linie von Hochpunkten, beidseits der Bahn ein.