CLZ City Logistik Zentrum

Bauherr: Deutsche Post AG, Wredestraße 7, 80335 München

Grundstück: 23.495m²
BGF: 8.143m²
Tore Anlieferung: 8+4
Sprinterdocks: 62
Leistungsphasen: 1-4 + baukünstlerische Bauoberleitung
Status: fertiggestellt
Inbetriebnahme: Sept 2015

Lage und Städtebau

Im Zuge der Neuentwicklung der ehemaligen Bahnflächen entlang der Haupteinfahrtsschneise der Züge Richtung Hauptbahnhof München wurde ein neuer Bebauungsplan für den nördlichen Bereich der Friedenheimerbrücke erstellt, der auch das große Postareal an der Arnulfstraße mit der denkmalgeschützten alten Posthalle neu strukturierte.
Hierbei wurden die im Eigentum der Stadt München befindlichen bestehenden Logistik und Gewerbeflächen an den Gleisen als Sondergebiet für Kultur- und City-Logistik ausgewiesen und in einem Bieterverfahren veräußert. Die Bietergemeinschaft, bestehend aus Deutsche Post/ DHL und einer Konzerthalle, erhielt den Zuschlag. Der größere östliche Teil ist der Logistiknutzung vorbehalten.

Das Gebäude

Die Halle misst 190 x 43 m in ihrer Grundfläche, wobei im nordwestlichen Teil ein zweigeschossiger Bürotrakt eingeschoben ist.
Die inneren Ausmaße der Halle sind durch die in der Halle befindliche Sortiermaschine mit je 60 Paketrutschen im nördlichen und südlichen Dockbereich bestimmt. Die Sortiermaschine (Sorter) wird in den Nacht- und frühen Morgenstunden über den im Südwesten gelegenen Anlieferbereich mit seinen 8 Anliefertoren befüllt, um die einzelnen Pakete in die Rutschen der jeweiligen Zustellbezirke zu sortieren. Zwei Paketrutschen sind jeweils einem Sprinterdock zugeordnet, welche sich an den beiden Längsseiten der Halle aneinanderreihen.
Die händische Beladung der Zustellfahrzeuge (Sprinter) erfolgt in zwei Wellen am Morgen, so dass die Pakete unter Tags ausgeliefert werden können. Die Halle ist für die Verteilung in 120 Zustellbezirke ausgelegt. Für direkte Firmenanlieferung großer Versandfirmen stehen 4 weitere Tore im Anlieferbereich zur Verfügung. Im Bürotrakt sind neben Verwaltung und Technikräumen auch die Umkleide- und Sozialräume für die Fahrer untergebracht.

Bauweise

Die Halle ist wie ein klassischer Industriebau mit Stahlbetonstützen und Stahlfachwerkträgern ausgebildet, wobei die Stahlfachwerkträger die Halle in ihrer Querrichtung 41 m stützenfrei überspannen um die maximale Flexibilität auch für spätere Umnutzungen oder Anpassungen des Sorters zu gewährleisten.
Die Fassade besteht aus gedämmten Metallkassetten. Der Bürobau ist in Massivbauweise und vorgehängter hinterlüfteter Aluminiumkassetten-Fassade errichtet worden. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme. Das Gebäude erfüllt den DGN Standard, ist jedoch nicht zertifiziert. Das gesamte Hallenbauvorhaben wurde ab Genehmigungsplanung durch einen namhaften Generalunternehmer errichtet.
parterre Generalplanung und Projektsteuerung hat ab der Genehmigungsplanung die Einhaltung der Deutsche Post/ DHL Vorgaben hinsichtlich Corporate Identity, Design und technischen Standards überwacht. Ab Projektstart Feb/2014 wurde das Bauvorhaben innerhalb kürzester Zeit geplant und errichtet. Die Inbetriebnahme erfolgte nach Sortereinbau im Sept/2015.